Aktiv werden

Unser Schulinsektenhaus Projekt setzt den primären Fokus auf Umweltbildung und Monitoring. Zusätzlich wird die ortsansässige Population der Insekten an jeder Schule durch die Nisthilfen unterstützt. Die Populationsentwicklung werden wir auf dieser Seiten in den kommenden Jahren dokumentieren.

Wir möchten alle Teilnehmer und Besucher dieser Seite ermutigen, sich durch eigene Initiativen für den Wildbienen- und Insektenschutz stark zu machen. Es gibt viele positive Beispiele und zahlreiche kleine Maßnahmen die jeder von uns verwirklichen kann. Im Folgenden eine Auswahl an Informationsquellen. Wir wünschen viel Freude beim Stöbern und Umsetzen!

Steine zum Sonnen und Nektar trocknen, Totholz mit Käferfraßgängen zum Nisten und Wildblumen als Energiequelle und Larvenfutter, hier fühlt sich zum Beispiel die
Glänzende Natterkopf-Mauerbiene (Osmia adunca) sehr wohl.

Die wichtigsten Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz von Bienen auf den Punkt gebracht:

1. Erhalt und, wenn nötig, Pflege von bestehendem Habitat:

  • Naturnahe Strukturen wie Hecken, Wegsäume, Blumenwiesen, überwucherte Böschungen, Trockenmauern, …
  • Lassen Sie ein bisschen Unordnung zu. Hier einige Beispiele:
    • Betrachten Sie “Unkraut” als attraktive Nahrungsgrundlage für Bienen.
    • Lassen Sie die Brombeeren ein bisschen ranken – viele Bienen lieben die Blüten, einige Arten nisten sogar in den Stängeln.
    • Lagern Sie Schnittmaterial auf einem Haufen in einer Ecke des Gartens. Dort finden sich nicht nur Nistmöglichkeiten für Bienen, sondern auch für andere Tiere.
    • Lassen Sie abgestorbene Stängel stehen – Bienen nutzen diese als Nistplatz.
Hecken, Artenreiche Wiesen, Streuobst, Totholz und unbefestigte Wege, ein Paradies für viele Wildbienen und unzählige Lebewesen.

2. Erhöhung des Blütenangebots:

  • Vielfältige Blütenpflanzen bieten Nahrung während der ganzen Vegetationsperiode (Informationen zu bienenfreundlichen Pflanzen z.B. unter Faszination Wildbienen und wildbienen.de und im Buch Wildbienenhelfer)
  • Aufpassen bei exotischen Pflanzen und besonderen Züchtungen – diese sind häufig für Bienen ungeeignet. Das gilt insbesondere für gefüllte Blüten, die so gezüchtet wurden, dass kein Nektar und Pollen mehr zur Verfügung steht.
  • Damit immer genug Nahrung zur Verfügung steht, sollte beim Rasenmähen, aber auch z.B. beim Zurückschneiden von Büschen und Hecken, streifenweise oder abschnittsweise vorgegangen werden. Es sollte also in für Insekten erreichbarer Entfernung noch blühende Pflanzen stehen gelassen werden und erst später gemäht werden. Das gilt nicht nur für den heimischen Garten, sondern z.B. auch für städtisches Grün, Parkanlagen und landwirtschaftliche Flächen.
Artenreich geht auch im Garten! Nach Krokus und Schneeglöckchen stellen hier Scharbockskraut, Vogelmiere, Ehrenpreis, Nelkenwurz und Gundermann das Nektar und Pollenangebot für Insekten. Natürlich nur, wenn die noch in den Startlöchern sitzenden Pflänzchen nicht zu fleißig abgemäht werden.

3. Erhöhung des Nistangebots:

  • Erhalt und Schaffung von geeigneten Bodenstellen für boden-nistende Bienenarten (der Großteil der heimischen Bienenarten!). Das können schütter oder kaum bewachsene Flächen, z.B. am Wegrand oder im Rasen sein, Abbruchkanten, unverputzte Natursteinmauern und so weiter. Die Flächen sollten besonnt sein und nicht umgegraben werden. (Siehe dazu das Merkblatt Erdnistende Wildbienen von wildbee.ch).
  • Bienen-Nisthilfen für oberirdisch nistende Bienen. Hier aber im Kopf behalten, dass diese Strukturen nur relativ wenige Arten fördern. Nisthilfen können aber die Populationen der entsprechenden Arten erhöhen und somit dazu beitragen, dass zumindest einige Wildbienen im Umkreis vermehrt vorkommen. Wichtig ist, dass die Nisthilfe gut gebaut ist: glatte Loch-Eingänge, variable Lochdurchmesser 3-12 mm, Länge der Röhrchen möglichst mindestens 12 cm. Auch Holunder-, Himbeer- und Brombeerstängel finden häufig Bewohner wie die Keulenbienen (Ceratina sp.) und können daher die Nisthilfen ergänzen. Ebenfalls ist der Standort entscheidend für die Besiedelung: Die Nisthilfen sollten wettergeschützt, v.a. gegen Wind und Nässe, aufgestellt werden.
Die Frühlings-Seidenbiene (Colletes cunicularius) baut auch mal ein Nest in den Sandfugen von Terrassensteinen.

4. Reduktion von Pflanzenschutzmitteln:

  • Das gilt für Insektizide, die direkt auf Insekten wirken, aber auch für Unkrautvernichtungsmittel, die die Nahrungsressourcen für Bienen zerstören. Am besten völliger Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel im heimischen Garten. Stattdessen robuste, an den Standort angepasste Sorten verwenden.
Früh Morgens besuchen viele Hummeln, Honig- und Schmalbienen die Mohnblüten im Gerstenfeld

Weitere Informationen zur Lebensweise von Wildbienen, teilweise mit sehr genauen Artenporträts:

Faszination Wildbienen, die Homepage des renommierten Bienenexperten Paul Westrich bietet ein kleines Universum für Wildbienenfreunde mit umfassenden Informationen zu nahezu allen Aspekten der Wildbienen.

Informationsseite (wildbienen.de) zu Lebensweise und Schutz von Wildbienen, besonders hervorzuheben sind die detaillierten Art-Beschreibungen mit Fotos fast aller in Deutschland vorkommenden Bienenarten.

Das Wildbienen-Kataster stellt sehr detaillierte Informationen zu den Wildbienen Baden-Württembergs in einer umfangreichen Datenbank zur Verfügung.

Weitere Informationen zu Förderung und Schutz von Wildbienen:

Faszination Wildbienen, die Homepage des renommierten Bienenexperten Paul Westrich mit vielen Informationen zu Lebensweise und Schutz von Wildbienen. Unter der Rubrik „Artenschutz“ finden Sie z.B. Empfehlungen für wildbienenfreundliche Pflanzen und Möglichkeiten zur Schaffung von Nistmöglichkeiten.

Wildbienen.de ein Informationsseite zu Lebensweise und Schutz von Wildbienen, besonders hervorzuheben sind die detaillierten Art-Beschreibungen mit Fotos fast aller in Deutschland vorkommenden Bienenarten. Auch hier finden Sie detaillierte Information zu wildbienenfreundlichen Pflanzen und Nistmöglichkeiten.

Webseite der NGO WildBee, die sich für den Schutz von Wildbienen in der Schweiz einsetzt. Hier erhalten Sie viel Information zu Schutzmaßnahmen für Bienen. Besonders hervorzuheben ist das Merkblatt Erdnistende Wildbienen (Online Buch mit sehr umfassender Info zur Verbesserung der Situation von boden-nistenden Wildbienen im häuslichen Bereich).

Wildbienen und ihre Lebensräume in Niedersachsen, Kennenlernen – Schützen – Fördern. Gratis pdf des BUND zum Download, welches wertvolle Informationen, die nicht nur für Niedersachsen zutreffen, übersichtlich aufbereitet.

Bienenweidepflanzenkatalog des Landes Baden-Württemberg. Der Fokus liegt hier auf Honigbienen. Aufgeführt sind Pflanzen, die Nahrung für Bienen bereitstellen. Die Nektar- und Pollenwerte beziehen sich auf die Honigbiene. Für Wildbienen sind diese nicht immer geeignet, um die Attraktivität der Pflanzenart zu bewerten. Praktisch ist insbesondere, dass man die Pflanzen nach verschiedenen Kriterien filtern kann, z.B. nach Biotoptyp und Blühzeitpunkt. Man kann sich den Katalog auch als pdf herunterladen. Die Seite stellt außerdem unter “konkrete Maßnahmen” mögliche Maßnahmen zum Bienen- und Insektenschutz für verschiedene Nutzergruppen dar, z.B. für verschiedene Formen der Landwirtschaft, für Förster, Unternehmen oder Hobbygärtner.

Rieger-Hofmann und Syringa Kräutergärtnerei bieten Saatgut für bienenfreundliche Blühstrukturen (dafür sollte bestenfalls gebietsheimisches Saatgut verwendet werden).

Wildbienen und
ihre Lebensräume
in Niedersachsen
KENNENLERNEN – SCHÜTZEN – FÖRDERN



Bienenweidepflanzenkatalog des Landes Baden-Württemberg. Der Fokus liegt hier auf Honigbienen. Aufgeführt sind Pflanzen, die Nahrung für Bienen bereitstellen. Die Nektar- und Pollenwerte beziehen sich auf die Honigbiene. Für Wildbienen sind diese nicht immer geeignet, um die Attraktivität der Pflanzenart zu bewerten. Praktisch ist insbesondere, dass man die Pflanzen nach verschiedenen Kriterien filtern kann, z.B. nach Biotoptyp und Blühzeitpunkt. Man kann sich den Katalog auch als pdf herunterladen. Die Seite stellt außerdem unter “konkrete Maßnahmen” mögliche Maßnahmen zum Bienen- und Insektenschutz für verschiedene Nutzergruppen dar, z.B. für verschiedene Formen der Landwirtschaft, für Förster, Unternehmen oder Hobbygärtner.

Rieger-Hofmann und Syringa Kräutergärtnerei bieten Saatgut für bienenfreundliche Blühstrukturen (dafür sollte bestenfalls gebietsheimisches Saatgut verwendet werden).



Bienenweidepflanzenkatalog des Landes Baden-Württemberg. Der Fokus liegt hier auf Honigbienen. Aufgeführt sind Pflanzen, die Nahrung für Bienen bereitstellen. Die Nektar- und Pollenwerte beziehen sich auf die Honigbiene. Für Wildbienen sind diese nicht immer geeignet, um die Attraktivität der Pflanzenart zu bewerten. Praktisch ist insbesondere, dass man die Pflanzen nach verschiedenen Kriterien filtern kann, z.B. nach Biotoptyp und Blühzeitpunkt. Man kann sich den Katalog auch als pdf herunterladen. Die Seite stellt außerdem unter “konkrete Maßnahmen” mögliche Maßnahmen zum Bienen- und Insektenschutz für verschiedene Nutzergruppen dar, z.B. für verschiedene Formen der Landwirtschaft, für Förster, Unternehmen oder Hobbygärtner.

Rieger-Hofmann und Syringa Kräutergärtnerei bieten Saatgut für bienenfreundliche Blühstrukturen (dafür sollte bestenfalls gebietsheimisches Saatgut verwendet werden).